Wenn die E-Mail nicht korrekt dargestellt wird, klicken Sie bitte hier.

06.12.2021

Pressezusammenfassung, 06.12.2021
Logo

IV in den Medien

Ohneberg: Lieferketten nicht ohne Grund aus dem Takt 

B317: IV-Kärnten pocht auf zugesagten Schnellstraßen-Ausbau

OÖ. Industrie fordert Ostumfahrung

IV-OÖ: Medizintechnikbranche ist ein sehr wachstumsstarker Zweig 

Allgemein

ÖVP stellt sich mit Nehammer als Kanzler neu auf 

IHS: Lockdown-Kosten kratzen pro Woche an der Milliardenmarke 

Mangelberufsliste wird länger 

Impfpflicht: Gesetzesentwurf geht diese Woche in Begutachtung 

Handel legte in drei Quartalen zu, Dienstleistungen stagnierten

Beamte: Einigung auf durchschnittlich 3,0 Prozent Gehaltserhöhung

Aufgehellte Unternehmensstimmung im Euroraum

IV-Mitglieder in den Medien

OMV und AUA starten mit nachhaltigem Flugzeugtreibstoff durch

Großauftrag für Andritz in Mexiko

illwerke vkw: Personaloffensive für neue Projekte 

Rauch bringt ersten klimaneutralen Direktsaft auf den Markt

1zu1 investiert in Computertomographen zur 3D-Messung

Porr baut auf gute Auftragslage

Erste-Group-Chef trotz hemmender Faktoren zuversichtlich für 2022

Oberbank-Generaldirektor: Brauchen mehr Verständnis für den Kapitalmarkt 

Atomic-Chef: „Der Appetit auf Skifahren ist riesig“

Getzner-CEO: „Haben eine hohe Zahl an Corona-bedingten Absonderungen“

Magna International: Verbrenner hat noch Einiges an Lebensdauer 

Rosenbauer-Vorstand bleibt unverändert

IV in den Medien

Ohneberg: Lieferketten nicht ohne Grund aus dem Takt 

Die Globalisierung ist für IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg definitiv ein Erfolgsrezept. Wachstum und Wohlstand sei in den letzten Jahrzehnten unter anderem durch die Globalisierung entstanden. „Aber natürlich hat nicht alles, was Globalisierung ist, nur positive Effekte. Das Thema Lieferketten, ist natürlich ein Riesenthema bzw. auch die Verfügbarkeit von entsprechenden Rohstoffen“, so Ohneberg. Bereits die letzten Jahrzehnte seien auf europäischer Ebene, was Industriepolitik angeht, Fehler gemacht worden: „Gewisse Dinge sind einfach aufgrund von Wettbewerbsfähigkeit nach Asien und USA abgewandert, wo einfach der Produktionsstandort in Summe günstiger war“, betonte Ohneberg. Europa habe lange Zeit keine wirkliche Industrie-Strategie gehabt. Man sehe das jetzt beispielsweise im Halbleiter-Bereich. Auch bei künstlicher Intelligenz und Digitalisierung sind uns laut Ohneberg Länder wie Asien und USA einen Schritt voraus. „Aber ich hoffe, Europa hat erkannt, dass da einfach ein stärkerer Fokus sein soll.“ Er glaubt, es wird für die Industrie wichtiger werden, mehr über Direktinvestitionen nachzudenken. In Vorarlberg gebe es generell zwei „Riesenthemen“, an denen gearbeitet werden müsste. Ohneberg: „Das eine ist die Verfügbarkeit von Mitarbeitern. Das zweite Thema ist das Thema Grund und Boden. Beides sind Themen, die man aktiv angehen muss.“ (4.12. ORF Vorarlberg, Radio Vorarlberg-Landesrundschau)

B317: IV-Kärnten pocht auf zugesagten Schnellstraßen-Ausbau

Der Ausbau der Schnellstraße von Klagenfurt nach St. Veit (S37) und weiter über Friesach bis zur Landesgrenze nach Steiermark (ab dort heißt die Straße B317) ist eine unendliche Geschichte. Jahrelange Verfahren verzögerten die Umsetzung des ursprünglich schon vereinbarten Projektes immer wieder. Nun erfolgte die Entscheidung durch Bundesministerin Leonore Gewessler: Ausgebaut wird nur die S37, nicht aber die B317. Die Ministerin begründete den Planungs-Stopp unter anderem damit keine neue Transitstrecke zu wollen. Diese Entscheidung hat heftige Kritik seitens der IV-Kärnten ausgelöst. Beharrt wird auf den Ausbau: „Vor allem im Bezirk St. Veit sind große Unternehmen. Wir brauchen die Anbindung an die Zentren in der Steiermark, weil natürlich dort enorme wirtschaftliche Verflechtungen sind. Ich finde es teilweise ungeheuerlich, wie hier auch mit Pendlern umgegangen wird, die von der Steiermark nach Kärnten, oder in die andere Richtung pendeln“, hielt IV-Kärnten-Präsident Timo Springer fest. (4.12. Kärnten heute)

OÖ. Industrie fordert Ostumfahrung

Mit scharfer Kritik reagierte die IV-OÖ auf Äußerungen des grünen Umweltlandesrates Stefan Kaineder zur Linzer Ostumfahrung. „Welch’ ein Unsinn ist es zu sagen, die Autobahn gerät zu einem Relikt aus einer ressourcenfressenden Epoche“, so IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. Es sei jahrzehntelange Tradition der Grünen, gegen jedes neue hochrangige Straßenprojekt aufzutreten, um dieses zu verhindern oder um Jahre zu verzögern – wie beispielsweise bei der A8 Innkreisautobahn, der A9 Pyhrnautobahn oder der Welser Westspange. „Was wäre Oberösterreich heute, wenn es verkehrspolitisch nach den Grünen gegangen wäre – eine vom internationalen Personen- und Güterverkehr abgeschottete Sackgasse ohne Wohlstand und Arbeitsplätze. Die internationale Wertschöpfung würde an unserem Land vorbeilaufen und die individuelle Mobilität von Bürgern wäre massiv eingeschränkt. Diese völlig falsche Verhinderungs- und Verzögerungspolitik galt in der Vergangenheit auch für den Ausbau der Wasserkraft oder den Bau von Stromleitungen, die gerade heute für die Transformation des Energie- und Mobilitätssystems von essenzieller Bedeutung sind“, betont Haindl-Grutsch. Modernste Infrastruktur in allen Bereichen – von Verkehr über Energie bis Daten – sei das Rückgrat eines zukunftsfähigen Industriestandortes. (5.12. Kurier/OÖ S. 20)

IV-OÖ: Medizintechnikbranche ist ein sehr wachstumsstarker Zweig 

Als bislang noch eher unbekanntes Stärkefeld Oberösterreichs rückt die Gesundheitsindustrie immer mehr in den Fokus. Oberösterreich kann mit einer breiten Palette an Medizintechnik- und Pharmafirmen punkten, die jetzt in der aktuellen Pandemie wichtige Beiträge mit ihren Produkten und Innovationen leisten. Allein im oberösterreichischen Medizintechnik-Cluster der Business Upper Austria sind 230 Unternehmen vereint. Dazu gehören auch viele kleine, unbekannte Firmen. „Zählt man auch noch die Pharmaindustrie dazu, so ist der ganze Gesundheitsbereich mehr als eindrucksvoll, auch wenn er noch ein sehr junges Stärkefeld in der oberösterreichischen Industrie darstellt“, bekräftigt IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. „Der Gesundheitsbereich ist eine produzierende Branche, die enormes, globales Wachstumspotenzial hat. Das Problem der Pandemie kann nur durch Forschung und Entwicklung gelöst werden, das hat die Pharmaindustrie bereits eindrucksvoll bewiesen.“ (5.12. Kurier/OÖ S. 12)

Allgemein

ÖVP stellt sich mit Nehammer als Kanzler neu auf 

Die ÖVP hat sich nach dem Rückzug von Sebastian Kurz neu aufgestellt: Der bisherige Innenminister Karl Nehammer wurde vom Bundesparteivorstand einstimmig als neuer Kanzler und ÖVP-Chef designiert. Im Innenministerium folgt ihm der zweite Präsident des NÖ Landtages, Gerhard Karner, nach. Die Finanzagenden von Gernot Blümel übernimmt der Vorarlberger Magnus Brunner, derzeit Staatssekretär im Infrastrukturministerium. Martin Polaschek, Rektor der Uni Graz löst Bildungsminister Heinz Faßmann ab. Interims-Kanzler Alexander Schallenberg kehrt ins Außenministerium zurück. Als Staatssekretärin holt sich Nehammer die Bundeschefin der Jungen ÖVP, Claudia Plakolm, ins Bundeskanzleramt. Die Angelobung des neuen Kanzlers mitsamt seiner erneuerten Regierungsmannschaft durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird am heutigen Montag stattfinden. Die IV-Vorarlberg gratulierte dem neuen Finanzminister zur Bestellung. „Das Bundesministerium der Finanzen ist eines der wichtigsten Ministerien der Republik und daher ist es sehr erfreulich, dass mit Magnus Brunner diesem ein Vorarlberger mit Hausverstand und wirtschaftlichem Know-how vorsteht. Mit der ökosozialen Steuerreform, der Entlastung der Arbeitenden und Betriebe, der Schaffung eines wirtschaftsfreundlichen Klimas und der anstehenden Stärkung des Kapitalmarktes hat der neue Finanzminister alle Hände voll zu tun. Als Industrie haben wir daher große Erwartungen“, so IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg. (4.-6.12. Alle TZ)

IHS: Lockdown-Kosten kratzen pro Woche an der Milliardenmarke 

Der laufende Corona-Lockdown kostet Österreich nach Berechnungen des Instituts für Höhere Studien (IHS) in der Woche zwischen 800 Mio. Euro und einer Mrd. Euro an Wertschöpfung. Ob noch mehr Schaden entsteht, hängt von der Dauer des neuesten Stillstands ab. Ein „Lichtblick“ ist, dass es nach den vergangenen Lockdowns eine sehr starke und sehr rasche Erholung gab, auch am Arbeitsmarkt. „Wenn der Lockdown Mitte Dezember aufgehoben wird, dann sind die Effekte gering“, erklärten die IHS-Ökonomen. In der Tendenz sinken die Wertschöpfungseinbußen mit jedem Lockdown. Im ersten Stillstand waren es noch bis zu 1,4 Mrd. Euro pro Woche, schrittweise sank die Summe je Lockdown auf etwa eine Mrd. Euro. (4.12. Alle TZ)

Mangelberufsliste wird länger 

Die Zahl der Berufe, bei der ein Mangel an Arbeitnehmern durch Arbeitskräfte außerhalb der EU aufgefüllt werden soll, wird länger. Das geht aus der Fachkräfteverordnung hervor, die vergangenen Freitag in Begutachtung geschickt wurde. Fachkräfte würden vor allem in technischen Berufen und im Gesundheits- und Tourismussektor fehlen. Insgesamt sollen für das kommende Jahr 66 bundesweite und 60 bundeslandspezifische Mangelberufe festgelegt werden. Derzeit gelten 45 Berufe als Mangelberufe. Im Pandemiejahr 2020 seien rund 800 Rot-Weiß-Rot–Karten für ausländische Fachkräfte in Mangelberufen erteilt worden, rechnete das Arbeitsministerium vor. (4.12. SN S. 20, Kleine S. 31, Volksblatt S. 26)

Impfpflicht: Gesetzesentwurf geht diese Woche in Begutachtung 

Im Bundeskanzleramt hat am Freitag ein weiterer Expertengipfel zur Impfpflicht stattgefunden. Insbesondere im Pflegebereich und in den Spitälern würde er sich die Impfpflicht ab sofort wünschen, sagte Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres vor dem Treffen. Er rechne jedoch damit, dass diese zeitgleich mit der allgemeinen Pflicht im Februar des nächsten Jahres kommen werde, da es „Vorlaufzeiten gibt“. Wie die Impfpflicht rechtlich ausgestaltet wird, ist großteils noch offen. Vorgesehen ist sie für Personen ab 14 Jahren. Über das Wochenende wurde der Gesetzesentwurf finalisiert, der in eine mindestens vierwöchige Begutachtung gehen soll. Von der Impfpflicht ausgenommen sein sollen Kinder bis 14 Jahre, Schwangere, Genesene bis 180 Tage nach dem positiven Test und Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Die Impfpflicht soll ab 1. Februar 2022 gelten. (4.-6.12. Alle TZ)

Handel legte in drei Quartalen zu, Dienstleistungen stagnierten

Der Handel in Österreich hat sich in den ersten drei Quartalen 2021 gegenüber dem Corona-bedingt schwachen Vorjahr deutlich erholt: Der Umsatz war um 11,2 Prozent höher als im Zeitraum Jänner bis September 2020, preisbereinigt legten die Verkäufe um 5,6 Prozent zu, teilte die Statistik Austria mit. Bei Dienstleistungsunternehmen wurde lediglich ein Umsatzplus von 0,3 Prozent registriert. Die Beschäftigungsverhältnisse in Dienstleistungsunternehmen stiegen nur um 0,1 Prozent, im Handel nahmen sie um 0,6 Prozent zu. (4.12. Alle TZ)

Beamte: Einigung auf durchschnittlich 3,0 Prozent Gehaltserhöhung

Die Beamten bekommen für das kommende Jahr eine durchschnittliche Gehaltserhöhung um 3,0 Prozent. Vereinbart wurde eine soziale Staffelung: Niedrige Einkommen werden ab 1. Jänner 2022 um 3,22 Prozent angehoben, dieses Plus wird dann bis auf 2,91 Prozent für hohe Einkommen abgeschmolzen. Die Kosten für das Bundesbudget wurden mit 447 Mio. Euro beziffert. Direkt betroffen von den Gehaltsverhandlungen sind 225.000 Personen (Bundesbedienstete und Landeslehrer), indirekt betroffen sind die 308.000 Bediensteten der Länder und Gemeinden, die den Bundesabschluss meist übernehmen. (4.12. Krone S. 14, Volksblatt S. 7, TT S. 13)

Aufgehellte Unternehmensstimmung im Euroraum

Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im November wieder aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex des Marktforschungsinstitut IHS Markit stieg gegenüber dem Vormonat um 1,2 Punkte auf 55,4 Zähler. Während der Stimmungsindikator für die Industrie nur leicht zulegen konnte, hat sich die Stimmung im Bereich Dienstleistungen deutlich aufgehellt. Das Institut wies allerdings darauf hin, dass die Umfrage unter den Einkaufsmanagern vor dem Bekanntwerden der Omikron-Variante des Coronavirus erfolgte. Die signalisierte Wachstumsbeschleunigung dürfte daher nur von kurzer Dauer sein, sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. (3.12. trend.at)

IV-Mitglieder in den Medien

OMV und AUA starten mit nachhaltigem Flugzeugtreibstoff durch

Die AUA wird 2022 erstmals von der OMV in Österreich hergestelltes nachhaltiges Kerosin, also Treibstoff für Flugzeuge, tanken. Es geht im ersten Schritt um 1.500 Tonnen „Sustainable Aviation Fuel“ (SAF). Das SAF werde in der Raffinerie Schwechat durch die Mitverarbeitung von österreichischem Altspeiseöl im Produktionsprozess hergestellt und über eine direkte Pipeline zum Flughafen Wien gepumpt. SAF reduziere den CO2-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichem Kerosin um mehr als 80 Prozent, es sei auch keine neue Infrastruktur nötig. Für OMV-Chef Alfred Stern sind nachhaltige Flugzeugtreibstoffe „eine Schlüsseltechnologie für eine CO2-ärmere Luftfahrtindustrie. Wir nehmen unsere Verantwortung im Rahmen der Energiewende sehr ernst und werden in Zukunft weiterhin daran arbeiten, die CO2-Intensität unseres Portfolios zu senken.“ AUA-CEO Alexis von Hoensbroech fügte hinzu: „Der Luftverkehr muss klimafreundlich werden und nachhaltige Treibstoffe sind der Schlüssel dazu. Wir sind stolz darauf, als erste österreichische Airline solche Treibstoffe im Routinebetrieb einzusetzen.“ (4.12. Alle TZ)

Großauftrag für Andritz in Mexiko

Der steirische Anlagebauer Andritz hat in Mexiko einen großen Auftrag an Land gezogen. Andritz wurde vom nationalen Stromversorger des Landes, der Comisión Federal de Electricidad, ausgewählt, neun Wasserkraftwerke zu modernisieren und aufzurüsten. An Bord sind auch drei lokale Unternehmen. Der Auftragswert für Andritz liegt im mittleren dreistelligen Mio.-Euro-Bereich, „Mit diesem prestigeträchtigen Auftrag wird Andritz seine führende Position auf dem Wasserkraftmarkt in Mexiko und der Region weiter festigen“, hieß es bei der Andritz AG. Der Vertrag soll im Dezember 2021 beginnen und bis 2027 abgeschlossen sein. (6.12. Alle TZ)

illwerke vkw: Personaloffensive für neue Projekte 

Der Aufsichtsrat der illwerke vkw hat mit dem Baubudget 2022 grünes Licht für neue Projekte im Ausmaß von 209 Mio. Euro gegeben. Allein im Geschäftsfeld Wasserkraft wurde ein Volumen von 125 Mio. Euro beschlossen. Für die weitere Projektentwicklung wurden 2022 25 Mio. Euro budgetiert. Der Erhalt der hohen Versorgungssicherheit ist das oberste Ziel im Geschäftsfeld Energienetze. Bis 2030 werden dafür zusätzlich zu laufenden Instandhaltungsmaßnahmen rund 100 Mio. Euro fließen. Im Budget sind für den Netzbereich 52 Mio. Euro vorgesehen. Auch die Energiedienstleistungen werden laufend ausgebaut. Investitionen in Höhe von zehn Mio. Euro werden dafür eingesetzt. Weitere zehn Mio. Euro fließen in IT und Digitalisierung. Im Tourismus steht 2022 die Fertigstellung des Hotelprojekts in Latschau auf dem Plan. Sechs Mio. Euro werden zudem in ein neues Bergrestaurant am Lünersee investiert. „Damit wir diese Zukunftsprojekte wie geplant umsetzen können, brauchen wir aber auch zusätzlich 70 qualifizierte Mitarbeitende“, betonte Vorstand Christof Germann. (4.12. VN D2, NVT S. 22-23)

Rauch bringt ersten klimaneutralen Direktsaft auf den Markt

Der Fruchtsafthersteller Rauch aus Rankweil bringt einen klimaneutralen Saft in den Sorten Orange und Orange-Mango-Karotte neu ins Kühlregal. Es sei Österreichs erster klimaneutraler Direktsaft, so das Vorarlberger Unternehmen. Die CO2-Bilanz beider Produkte wurde mit einem Klimaexperten analysiert und jeder Schritt gemeinsam optimiert. Die bisher nicht vermeidbaren Emissionen werden durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen. „Wir haben viele Schritte gesetzt, um das Klima zu schützen. Aber natürlich können wir nicht alle Emissionen vermeiden“, erklärt Rauch-Geschäftsführer Daniel Wüstner. „Daher wollen wir unseren CO2-Fußabdruck auf der Webseite transparent darstellen und die Konsumenten können ihren persönlichen Ausgleich bestimmen“. Drei Projekte stehen dabei zur Auswahl: Ein Biogasprojekt für Kleinbauern in Vietnam, sauberes Trinkwasser in Uganda und die Sammlung von Plastikmüll in Indonesien. (6.12. VN D1)

1zu1 investiert in Computertomographen zur 3D-Messung

Die Vorarlberger 1zu1 Prototypen GmbH & Co KG, Spezialist für Prototypen und Kleinserien, investiert rund 500.000 Euro in einen Computertomographen zur 3D-Messung. Die Anlage erlaubt eine vollständige, berührungs- und zerstörungsfreie digitale Aufnahme aller inneren und äußeren Strukturen der Bauteile. Durch die Messung mit Genauigkeiten bis zu fünf Mikrometern kann das Unternehmen mit Sitz in Dornbirn seinen Kunden Qualitätsnachweise im Spritzguss und im präzisen Selektive-Lasersinter-Verfahren FDR garantieren. (6.12. VN D2)

Porr baut auf gute Auftragslage

Trotz angespannter Stimmung an den Börsen konnte sich die Porr AG behaupten, was auch an den jüngsten Geschäftszahlen mit einem Gewinn von 26,3 Mio. Euro im dritten Quartal liegt. Die Auftragslage ist dank eines Plus von 14,3 Prozent ausgezeichnet und nahe am Allzeitrekord. Die Leistung erhöhte sich um zehn Prozent auf 4,14 Mrd. Euro. Die Zahlen stimmen Porr-CEO Karl-Heinz Strauß zuversichtlich, die Ziele zu erreichen und an das Niveau vor der Krise anzuschließen. Dabei helfen Nachholeffekte und eine insgesamt gute Nachfrage in der Bauwirtschaft. (4.12. Krone/WiMa)

Erste-Group-Chef trotz hemmender Faktoren zuversichtlich für 2022

„Wir haben gesehen, wie schnell die Konjunktur nach dem letzten Lockdown wieder angesprungen ist – darum bin ich auch jetzt wieder optimistisch für das kommende Jahr“, so beurteilt Erste-Group-Generaldirektor Bernd Spalt die aktuelle Situation. Als hemmende Faktoren ortet er, dass es nicht genug Rohstoffe geben könnte, dass sich die Lieferketten nicht als robust genug erweisen und dass vor allem Fachkräfte fehlen würden. Die Inflation werde aus seiner Sicht länger spürbar bleiben, da in Europa aber das Zinsniveau de facto bei null Prozent bleibt, erleiden die Sparer Jahr für Jahr herbe Verluste. Dies sollte sich im Hinblick auf die individuelle, finanzielle Gesundheit ändern. Spalt plädiert für einen Fonds, der den Klein- und Mittelbetrieben Eigenkapital zuführt, das von den Sparern stammt. „Das ist eine Win-win-Situation: Die Sparer bekommen endlich Erträge und die Betriebe Kapital, das weiteres Wachstum ermöglicht.“ Überhaupt derzeit als „das heißeste Eisen“ sieht er das Thema Wohnen: „Da braucht es neue Impulse und Modelle. Das ist ein Anliegen, das ganz, ganz wichtig ist.“ (4.12. Krone/WiMa)

Oberbank-Generaldirektor: Brauchen mehr Verständnis für den Kapitalmarkt 

Oberbank-Vorstandssprecher Franz Gasselsberger attestiert der Regierung zu wenig Verständnis für den Kapitalmarkt: „Wenn man bei der jüngsten Steuerreform etwas für den Kapitalmarkt getan hätte, nur einen kleinen steuerlichen Anreiz geschaffen hätte, wäre das ein wichtiges Signal gewesen. Wenn die Österreicher einen steuerlichen Anreiz haben, sind sie sofort zu motivieren.“ Das hätte den Anlegern, dem Kapitalmarkt und der Altersvorsorge gutgetan, ist Gasselsberger überzeugt. Um Anleger für den Kapitalmarkt zu gewinnen, müsse man sich „sehr viel Zeit“ nehmen. Der Weg auf den Kapitalmarkt will auch gut überlegt sein, wie Gasselsberger betont. „Es geht nicht um das schnelle Geschäft. Vor allem erklären wir unseren Kunden, was ein lang- oder mittelfristiger Zeitraum ist. Mit Geduld und mit dem harten Argument der Kapitalvernichtung bringt man immer mehr Leute dazu, darüber nachzudenken.“ (4.12. Presse S. 19) 

Atomic-Chef: „Der Appetit auf Skifahren ist riesig“

Die Corona-Krise hat in der Skiindustrie eine Delle verursacht. Für diesen Winter lief die Produktion aber wieder auf Hochtouren. „Die Menschen wollen raus, raus, raus. Wir hatten lange keinen so großen Appetit auf Skifahren wie jetzt“, sagt Atomic-Chef Wolfgang Mayrhofer. Als Sprecher der österreichischen Skiindustrie ist er positiv gestimmt: „Wir hoffen, dass sich noch ein, so gut es geht, normaler Winter entwickeln wird. Die Skilifte können mit 2G-Regel auch im Lockdown fahren. Und wir hoffen, dass in Deutschland und Österreich die Impfquoten nach oben gehen und die Leute ihren geliebten Skisport ausüben können. Zuletzt hatten wir einen spürbaren Aufschwung, es wäre schade, wenn der gefährdet wird.“ (4.12. SN S. 23)

Getzner-CEO: „Haben eine hohe Zahl an Corona-bedingten Absonderungen“

„Bisher hat sich die Vorarlberger Industrie gut in der Corona-Krise geschlagen. Aber es hat auch hierzulande Einschränkungen gegeben“, erklärte Markus Comploj, CEO von Getzner, Mutter & Cie. und Sprecher der Vorarlberger Industrie. Diese seien durch eine hohe Zahl an Corona-bedingten Absonderungen begründet und hätten durch den immer noch hohen Fachkräftebedarf zu unterschiedlichen Belastungen in den einzelnen Betrieben geführt. Daneben seien beeinträchtigte Lieferketten, steigende Rohstoffpreise und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Rohmaterialien für die Produktion eine große Herausforderung. (4.12. VN D1)

Magna International: Verbrenner hat noch Einiges an Lebensdauer 

Magna Steyr wird in Graz neben dem Jaguar I-Pace mit dem Fisker Ocean in Kürze ein weiteres E-Auto montieren. Wann der letzte Verbrenner gebaut wird, kann Anton Mayer, neuer Technik-Vorstand von Magna International, nicht sagen: „Wir als Auftragsfertiger entscheiden ja nicht final, welchen Mantel wir herstellen – also schwarz, mit Punkten etc. Wir gehen davon aus, dass der Verbrenner noch ein etliches an Lebensdauer haben wird, insbesondere in größeren Fahrzeugen. Auch, wenn ich die Batterie-Entwicklung bis 2030 hernehme: Es bleibt bei den größeren Fahrzeugen ein Kosten- und Reichweitenthema. Die Elektrifizierung bildet sich unterschiedlich über die Fahrzeugsegmente ab.“ (6.12. Kleine S. 18-19)

Rosenbauer-Vorstand bleibt unverändert

Beim Feuerwehrausstatter Rosenbauer mit Sitz im Leonding hat der Aufsichtsrat die Verträge von Sebastian Wolf (CFO), Daniel Tomaschko (CTO) und Andreas Zeller (CSO) um weitere fünf Jahre verlängert. Zeller wird zudem stellvertretender Vorstandschef. Die drei Führungskräfte sind seit 2017 in dem Gremium. Der Vertrag von CEO Dieter Siegel wurde bereits im Juni erneuert. (4.12. OÖN S. 15, Volksblatt S. 24)