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16.11.2021

Pressezusammenfassung, 16.11.2021
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Allgemein

„Arbeitslosenversicherung neu“: Startschuss für Sozialpartner-Beratungen 

Corona-Sicherheitsmaßnahmen für Schulen werden verschärft

Bank Austria: Wirtschaftswachstum hält an, Tempo verlangsamt sich

Österreichische Studienstiftung fördert 180 Talente

Automobilimporteure: Lange Wartezeit bei Auslieferung von Neuwagen 

EZB: Inflation könnte andauern

IV-Mitglieder in den Medien

Borealis investiert 2,48 Mrd. Dollar in Abu Dhabi

Andritz liefert neue Beizlinie für Unternehmen der AMAG Gruppe

Energie Steiermark plant Wasserstoff-Produktion in der Südsteiermark 

voestalpine: Auszeichnung für nachhaltig produzierenden Standort

RBI verkauft Bulgarien-Tochter 

3G-Regel am Arbeitsplatz ohne Ausnahme: Probleme bei Miele Österreich

Vertrag von Habau-Geschäftsführer bis 2027 verlängert

Hirschmann Automotive: CEO kritisiert Corona-Politik scharf

Allgemein

„Arbeitslosenversicherung neu“: Startschuss für Sozialpartner-Beratungen 

Um die Folgen der Corona-Pandemie und des Lockdowns für Ungeimpfte möglichst gering zu halten, wurden nach Angaben von Arbeitsminister Martin Kocher alle Vorkehrungen getroffen. „Die Kurzarbeit ist weiter das Mittel der Wahl, um mögliche Abfederungen am Arbeitsmarkt vorzunehmen, wenn das notwendig ist“, sagte Kocher anlässlich eines Treffens mit den Sozialpartnern, bei dem der Startschuss über die „Arbeitslosenversicherung neu“ gegeben wurde. Ziel sei es, Anfang nächsten Jahres ein ausgewogenes Gesamtpaket vorzulegen, um mehr Menschen rascher in Beschäftigung zu bringen und Einkommen besser abzusichern. Man wolle „ohne Scheuklappen“ diskutieren, weitere Gespräche auf verschiedenen Ebenen seien geplant. IV-Generalsekretär Christoph Neumayer wies darauf hin, dass der Produktionssektor bisher der Hauptträger des Aufschwungs gewesen sei, allerdings würden derzeit mehr als 20.000 Mitarbeiter in der Produktion gesucht, „sehr viel mehr wäre noch möglich“. (Alle TZ; 15.11. Ö1-„Mittagsjournal“, orf.at, krone.at)

Corona-Sicherheitsmaßnahmen für Schulen werden verschärft

An den Schulen sind in den kommenden beiden Wochen keine Schulveranstaltungen wie etwa Exkursionen oder Wandertage erlaubt. Außerdem dürfen keine Externen wie etwa Vereine an die Schulen kommen. Das geht aus einer Infomation des Bildungsministeriums an die Schulen hervor. Neben einer durchgehenden FFP2-Maskenpflicht für die Oberstufen und Polys (auch im Unterricht) gilt nun auch eine FFP2-Pflicht für Volks- und Unterstufenschüler mit Ausnahme des eigenen Sitzplatzes. Weitere Änderungen: Elternsprechtage und Konferenzen müssen digital stattfinden oder verschoben werden. Außerdem müssen nicht mehr nur mehr ungeimpfte Schüler dreimal wöchentlich einen Corona-Test absolvieren (davon mindestens ein PCR-Test). Auch für die geimpften gilt wieder eine Testpflicht - ausgenommen sind wie bisher nur die genesenen Kinder und Jugendlichen, da bei ihnen auch ohne neue Infektion die Tests noch anschlagen können. Diese Regeln gelten vorerst bis zum 27. November. (Alle TZ)

Bank Austria: Wirtschaftswachstum hält an, Tempo verlangsamt sich

Anhaltende Lieferengpässe, hohe Infektionszahlen und auslaufende Nachholeffekte bremsen das österreichische Wirtschaftswachstum. Im Oktober hatte sich die Konjunkturstimmung kurzfristig aufgehellt. In den kommenden Monaten werde sich der Aufschwung der Wirtschaft zwar voraussichtlich fortsetzen, doch das Erholungstempo werde spürbar nachlassen, erklärte Chefökonom Stefan Bruckbauer zum neuesten Konjunkturindikator der UniCredit Bank Austria. Die verbesserte Lage am Arbeitsmarkt und eine anhaltend hohen Nachfrage im Dienstleistungssektor hatten im Oktober zu einem temporären Anstieg des Konjunkturindikators auf 5,2 Punkte geführt. Im September lag der Indikator noch bei 4,6 Punkten. Die internationalen Rahmenbedingungen für die heimische Industrie trübten sich im Oktober hingegen weiter ein. Aufgrund des starken Wachstums über den Sommer rechnet UniCredit-Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl für das Gesamtjahr 2021 mit einem BIP-Anstieg um 4,9 Prozent. (Kurier S. 11)

Österreichische Studienstiftung fördert 180 Talente

Vor zwei Jahren hat die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) nach Vorbildern in Deutschland und der Schweiz die Österreichische Studienstiftung gegründet. Deren Ziel ist es, begabte junge Menschen in ihrem persönlichen und intellektuellen Werdegang zu unterstützen. Derzeit werden rund 180 junge Talente gefördert. Heute, Dienstag, wird bei einer Veranstaltung der ÖAW erste Bilanz gezogen. Die in die Studienstiftung aufgenommenen Maturanten und Studenten werden bis zu fünf Jahre von der ÖAW unterstützt. Sie erhalten ein individuelles Mentoring durch Wissenschafter, eine fachliche Begleitung durch Betreuungsdozenten sowie weitere Seminarangebote. Bisher fanden 14 von ÖAW-Forschern geleitete Seminare zu diversen wissenschaftlichen Themen – von Klimawandel über Robotik bis Sprachenvielfalt – statt. Zudem wurden 22 Studienstiftungsgespräche im kleinen Kreis organisiert, bei denen Geförderte mit Verantwortungsträgern aus allen Bereichen der Gesellschaft debattieren konnten, wie etwa mit IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. (TT S. 11)

Automobilimporteure: Lange Wartezeit bei Auslieferung von Neuwagen 

Wer rasch ein Auto braucht, hat in Österreich ein Problem. Selbst wenn Neuwagen lieferbar sind, dauert es teils bis zu einem Jahr. Gleichermaßen steigen die Preise für Gebrauchtwagen rasant. Eine Verbesserung der Lage sei nicht in Sicht, bestätigt Günther Kerle, Sprecher der heimischen Automobilimporteure. „Die Halbleiter-Krise hält noch mindestens bis ins zweite Halbjahr 2022 an.“ Und solange die Mikrochips Mangelware sind, verbauten die Autohersteller diese eher in E-Autos. Denn werden zu viele Verbrenner-Autos verkauft, drohen den Herstellern saftige Strafen. Bei E-Autos sind dementsprechend die Lieferzeiten deutlich kürzer. Erschwerend hinzu kommen Probleme rund um gutes Verkaufspersonal. Dazu betont Kerle: „Hat ein Verkaufsberater erst einmal die Branche gewechselt, kann der nicht so schnell ersetzt werden. Wir sind wirklich in einer Situation, die ich noch nie erlebt habe.“ (Kleine S. 26-27)

EZB: Inflation könnte andauern

Die Phase erhöhter Inflation im Euroraum könnte gemäß EZB-Präsidentin Christine Lagarde länger als erwartet andauern. Zwar gehe die Notenbank weiter davon aus, dass die Lieferketten-Probleme im Laufe des Jahres 2022 schrittweise nachließen, „doch der Rückgang wird länger dauern als ursprünglich gedacht“, räumte Lagarde ein. Falls die Energiepreise weiter anzögen und die Lieferprobleme anhielten, könnte die Inflation länger erhöht bleiben, als von der EZB erwartet. Mittelfristig erwartet die Notenbank weiterhin, dass die Teuerung im Währungsraum unter dem EZB-Inflationsziel von zwei Prozent liegt. (Presse S. 13, Standard S. 20, TT S. 17)

IV-Mitglieder in den Medien

Borealis investiert 2,48 Mrd. Dollar in Abu Dhabi

Die OMV-Chemietochter Borealis wird in ihr Joint Venture Borouge in Abu Dhabi bis Ende 2025 weitere 2,48 Mrd. Euro Mrd. US-Dollar (2,17 Mrd. Euro) investieren. Borealis-CEO Thomas Gangl und der Industrieminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Sultan Ahmed al Jaber, haben in Abu Dhabi die endgültige Investitionsvereinbarung unterzeichnet, gab Borealis bekannt. Insgesamt werden in die Borouge-Erweiterung („Borouge 4“) 6,2 Mrd. Dollar fließen, wovon 40 Prozent auf Borealis entfallen. Die Inbetriebnahme von Borouge 4 ist für Ende 2025 geplant, die staatliche Ölgesellschaft ADNOC wird Rohstofflieferant für den Borouge-4-Komplex sein. Die erste Borouge-Anlage, die 450.000 Tonnen Polyethylen pro Jahr herstellt, wurde im Jahr 2001 in Betrieb genommen. Borouge 4 wird eine jährliche Polyolefin-Produktion von 6,4 Millionen Tonnen ermöglichen, wodurch Borouge zur weltweit größten Single-Site-Polyolefinanlage wird. (Alle TZ)

Andritz liefert neue Beizlinie für Unternehmen der AMAG Gruppe

Das international tätige Technologieunternehmen Andritz hat von der AMAG rolling GmbH, Teil der AMAG Gruppe, einen Auftrag zur Lieferung einer neuen Bandbeizlinie für den Standort Ranshofen erhalten. Die neue Bandbeize 2 mit einer geplanten Jahresproduktion von 30.000 Tonnen wird Mitte 2023 in Betrieb gehen. Andritz liefert die komplette Bandbeizlinie sowie eine integrierte neue Abwasserbehandlungs-Anlage inklusive Auslegung, Konstruktion, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und Produktionsoptimierung. Die neue Anlagentechnik mit einer hocheffizienten Spritzbeize ist für warm- und kaltgewalzte Bänder für die breite Produktpalette von AMAG rolling ausgelegt. Ein besonderer Fokus liegt auf der schonenden Herstellung von Glanzprodukten. Die neue Bandbeize erlaubt schnelle Produktwechsel und dadurch eine sehr flexible Produktionsplanung. (15.11. boerse-express.com)

Energie Steiermark plant Wasserstoff-Produktion in der Südsteiermark 

Die Energie Steiermark errichtet im südsteirischen Gabersdorf eine Anlage zur Wasserstoffproduktion. Sonnenstrom und Biogas dienen als Quellen. Der Baubeginn für die Anlage ist das Frühjahr und die Fertigstellung zum Jahresende 2022 geplant. Jährlich sollen bis zu 300 Tonnen grüner Wasserstoff produziert werden. Es werden rund zehn Mio. Euro investiert, informierte das Unternehmen. Zur Wasserstoffproduktion werden auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal in Gabersdorf eine Photovoltaik-Großanlage mit 6.000 Quadratmetern Kollektorfläche gebaut und mit den Ressourcen einer bereits bestehenden Biogasanlage kombiniert. Mit dem damit jährlich produzierbaren rund 300 Tonnen Wasserstoff könnte etwa ein Wasserstoff-Auto über 40 Millionen Kilometer zurücklegen. Gefördert wird das Projekt „Renewable Gasfield“ vom Klima- und Energiefonds, der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) sowie Kommunal Kredit Public Consulting. Es wird unter der Leitung der Energie Steiermark gemeinsam mit der Energienetze Steiermark GmbH und unter anderem der Montanuniversität Leoben durchgeführt. (15.11. energynewsmagazine.at)

voestalpine: Auszeichnung für nachhaltig produzierenden Standort

Als eines der ersten Stahlunternehmen weltweit wurde die Linzer Steel Division der voestalpine von der Organisation „ResponsibleSteel“ als nachhaltig produzierender Standort zertifiziert. Voraussetzung für die Auszeichnung war die Erfüllung von 200 Kriterien, wie etwa die verantwortungsvolle Beschaffung von Rohstoffen, die Reduktion von CO2-Emissionen oder der Umgang mit Arbeitnehmer- und Menschenrechten. „Mit greentec steel haben wir einen ambitionierten Stufenplan zur Reduktion der CO-Emissionen in der Stahlproduktion“, betonte voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner. Langfristig soll der Einsatz von grünem Wasserstoff erhöht werden, um bis 2050 CO-neutral Stahl produzieren zu können. (Volksblatt S. 17)

RBI verkauft Bulgarien-Tochter 

Die Raiffeisen Bank International (RBI) steigt aus dem bulgarischen Markt aus. Die Tochter, Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD, wird um 1,015 Mrd. Euro an die belgische Bankengruppe KBC verkauft. Die börsenotierte RBI will das Geld aus dem Verkauf in anderen Ländern investieren. Die harte Kernkapitalquote der RBI steigt durch den Verkauf um rund 90 Punkte. „Die Entscheidung, den bulgarischen Markt trotz der nachhaltigen Profitabilität und Stärke der Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD zu verlassen, basiert in erster Linie auf der Möglichkeit, mit dem zusätzlichen Kapital in ausgewählten Märkten der RBI attraktive Wachstumschancen zu nutzen und an Größe zu gewinnen“, teilte die RBI mit. Der Verkauf soll bis Mitte 2022 über die Bühne gehen. (Alle TZ)

3G-Regel am Arbeitsplatz ohne Ausnahme: Probleme bei Miele Österreich

Die seit Montag am Arbeitsplatz gültige 3G-Regel ohne Ausnahme stellt auch Dienstgeber und Beschäftigte vor Herausforderungen. Bei Miele Österreich fürchtet man etwa, dringende Service-Arbeiten für medizinische Geräte in Kliniken, Altenheimen oder Laboren nicht planmäßig durchführen zu können. „Viele dieser Einrichtungen verlangen für den Zutritt einen gültigen PCR-Test. Hier gibt es derzeit aber große Engpässe“, berichtete Prokurist Wolfgang Bell. „Das ist ein spezifisches Problem für unsere Kundendiensttechniker, die außer Haus unterwegs sind". Wegen der zuletzt hohen Nachfrage seien PCR-Tests nicht nur schwer verfügbar, auch die Wartezeit auf ein Ergebnis würde oft länger als die angekündigten 24 Stunden betragen. „Da braucht es noch Lösungen“, sagte Bell. (15.11. kleinezeitung.at)

Vertrag von Habau-Geschäftsführer bis 2027 verlängert

Hubert Wertschnig bleibt an der Spitze des Bauunternehmens Habau mit Sitz in Perg. Der Vertrag des Geschäftsführers wurde um fünf weitere Jahre bis 2027 verlängert. Wertschnig führt seit April 2017 die Geschäfte beim Mühlviertler Leitbetrieb, der rund 5.500 Mitarbeiter beschäftigt und im vergangenen Jahr 1,54 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftete. (OÖN S. 7)

Hirschmann Automotive: CEO kritisiert Corona-Politik scharf

Der Geschäftsführer des größten Vorarlberger Automotive-Unternehmens, der Firma Hirschmann, Volker Buth, übt heftige Kritik an den Corona-Regeln für die Betriebe. „Das ist nicht umsetzbar. Als Firma riskieren wir damit, dass unsere Mitarbeiter illegal arbeiten“. Er spricht damit die PCR-Tests an, die regelmäßig zu spät eintreffen, wenn sie schon wieder ungültig sind. „Das ist alles nicht mehr plausibel“, so Buth. Mit den Corona-Regeln der Politik und den damit verbundenen Verzögerungen könne man den Betrieb nicht aufrechterhalten, „das ist ein Chaos, wo niemand mehr durchblickt“. Eine große Gefahr sieht Buth aber „in der Spaltung der Gesellschaft, die in den Familien und in den Betrieben zu beobachten ist“. (VN D1)