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20.12.2021

Pressezusammenfassung, 20.12.2021
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IV in den Medien

Knill: Hohe Energiepreise für Industrie eine „ernsthafte Bedrohung“

IV-Burgenland-Jahresbericht: Corona bringt weiter Probleme 

IV-Steiermark besorgt über Verschleppung von wichtigen Straßenprojekten

Automobilimporteure zeigen mit Weihnachtsmännern, warum genehmigte Bauvorhaben umgesetzt werden müssen

Allgemein

Stromkunden werden 2022 von Ökostrom-Kosten befreit

Corona-Hilfen: Über 1.100 Unternehmen mussten Anträge bisher korrigieren

Österreich verschärft Einreiseregeln

Lockdown-Ausnahmen für Ungeimpfte an den Weihnachtsfeiertagen

Inflation kletterte im November auf 4,3 Prozent

Inflation im Euroraum auf Rekordhoch gestiegen

Pkw-Neuzulassungen in Europa weiter rückläufig

IV-Mitglieder in den Medien

Immofinanz will bis 2040 klimaneutral sein

Energie AG investiert nach gutem Jahr 2020/21 weiter kräftig

Herlitschka: Chipmangel-Problem hat mehrere Ursachen 

List-Chef sieht E-Antrieb künftig als stärkstes Mobilitäts-Geschäft

Wienerberger-Chef: Kommunikation ist wichtigstes Krisen-Instrument

Schlumberger: Sekt wird teurer, Nachfrage wächst 

Lenzing Plastics auf Wachstums- und Expansionskurs

Zauner Anlagentechnik mit neuer Geschäftsausrichtung erfolgreich 

Mayr-Melnhof übernimmt schwedische Sägewerksgruppe 

Erste Bank Hungary übernimmt ungarische Commerzbank-Tochter

AUA bekommt eine Chefin

Antigen-Tests aus China: Quehenberger Logistics organisierte Cargo-Flieger 

Hypo Vorarlberg hilft mit Spendenfonds

IV in den Medien

Knill: Hohe Energiepreise für Industrie eine „ernsthafte Bedrohung“

Österreich habe viele energieintensive Unternehmen und die rasante Strompreiserhöhung sei eine „ernsthafte Bedrohung für die Industrie“, so IV-Präsident Georg Knill. „Betriebe, deren Energiekosten normalerweise fünf bis zehn Prozent ausmachen, sehen sich mit einer Steigerung auf 20 Prozent vom Umsatz konfrontiert.“ Dass die Strompreise so rasant nach oben gehen, sei nicht absehbar gewesen. Um den Betrieben zu helfen, müsse es „kurzfristig ähnlich wie beim COVID-Härtefall-Fonds einen Überbrückungsfonds für Härtefälle bei der Liquidität geben“, so der IV-Präsident. Zudem könnten die Steuern und Abgaben für Energie überdacht werden. Energiespezifische Abgaben wie die Stromsteuer oder die Ökostrom-Abgaben sollten ausgesetzt werden, schlägt Knill vor. Weiters müsse ein einheitlicher Strommarkt in Europa angestrebt werden. „Wir haben durchschnittlich 15 Prozent höhere Preise als Deutschland, weil die zwei Strompreiszonen getrennt wurden“, so Knill. (18.12. Kurier S. 12, SN S. 17, WZ S. 9, TT S. 24; 17.12. orf.at, kurier.at, diepresse.com, kleinezeitung.at, wienerzeitung.at)

IV-Burgenland-Jahresbericht: Corona bringt weiter Probleme 

Mit einem Jahresbericht hat die IV-Burgenland Bilanz über das mittlerweile zweite Coronavirus-Jahr gezogen. Obwohl sich die wirtschaftliche Lage im zweiten Quartal 2021 wieder verbessert hat, kämpft man weiterhin mit stockenden Lieferketten, einem Arbeitskräftemangel und hohen Energiepreisen. Die vergangenen zwei Jahre würden in die Geschichte eingehen – als jene mit dem stärksten Wirtschaftseinbruch seit Kriegsende, heißt es im Jahresbericht. Mehr als 27 Prozent des wirtschaftlichen Gesamtschadens im Burgenland musste die Industrie inklusive dem Sektor Energie verkraften. Mit dem zweiten Quartal verbesserte sich die Situation wieder – eine gute Geschäftslage, hohe Auslastung und gute Auslandsaufträge sorgten für einen Konjunkturaufschwung. Bremsende Faktoren sind aber weiterhin die stockenden Lieferketten sowie die hohen Energiepreise. Zudem haben 80 Prozent der burgenländischen Industriebetriebe Probleme, ihre offenen Stellen zu besetzen und kämpfen mit einem Fachkräftemangel. Um junge Menschen im Land zu behalten, müssten Perspektiven geschaffen werden, wie Kinderbetreuungseinrichtungen oder Bildungs- und Freizeitangebote. (20.12. Radio Burgenland Aktuell, burgenland.orf.at)

IV-Steiermark besorgt über Verschleppung von wichtigen Straßenprojekten

Die Absage des Pyhrnautobahn-Ausbaus im steirischen Süden durch Umweltministerin Leonore Gewessler hat hohe Wellen geschlagen. Ähnliches könnte bald bei Landesstraßen bevorstehen, etwa beim Ausbau der B 70 (Packer Bundesstraße) oder bei der geplanten Umfahrung Liezen im Ennstal. Denn die zuständige Umweltlandesrätin hält daran fest, dass es künftig auch im Landesbereich den Klimacheck für Straßenprojekte geben soll. Dazu kommt, dass größere Straßenprojekte eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchlaufen müssen. Vor diesem Hintergrund wächst in der steirischen Industrie die Sorge, dass wichtige Investitionen verschleppt werden könnten. Es gehe um dreistellige Millionenbeträge, warnt IV-Steiermark-Geschäftsführer Gernot Pagger. (19.12. Kleine S. 24)

Automobilimporteure zeigen mit Weihnachtsmännern, warum genehmigte Bauvorhaben umgesetzt werden müssen

Mit Augenzwinkern und einer ungewöhnlichen Aktion haben die österreichischen Automobilimporteure in der Industriellenvereinigung auf wichtige bereits genehmigte Bauvorhaben in Österreich aufmerksam gemacht, die aufgrund der angekündigten Baustopps durch Verkehrsministerin Leonore Gewessler – darunter der Lobautunnel – gefährdet sind: Eine Gruppe von Weihnachtsmännern demonstrierte am Freitag vor dem Verkehrsministerium unter dem Motto „Weihnachtsmänner sorgen sich zunehmend um die rasche Geschenkezustellung in Österreich". Die originelle Aktion hat einen ernsten Hintergrund, wie Günther Kerle, Vorsitzender der österreichischen Automobilimporteure, betont: „Durch die sogenannten ‚Klimachecks‘ des Verkehrsministeriums werden zahlreiche wichtige Infrastrukturprojekte in Österreich verhindert, die über viele Jahre ausführlich und nach gesetzlich festgelegten Verfahren geprüft und letztendlich bereits genehmigt wurden.“ Klimaschutz sei ohne jeden Zweifel von sehr großer Bedeutung für alle, doch er müsse klug umgesetzt werden, um gleichzeitig Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern. Kerle: „Egal ob wir in die Arbeit pendeln, etwas unternehmen möchten oder auf die Ankunft unserer Weihnachtsgeschenke warten – eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur im Sinne von Klimaschutz, Menschen und Standort ist für uns alle unerlässlich.“ (18.12. Kurier/Wien S. 22, OÖN S. 7, Österreich/Wien S. 16; 17.12. kleinezeitung.at, derstandard.at, express.at) 

Ein Video der Aktion zum Nachsehen finden Sie HIER sowie weitere Informationen HIER

Allgemein

Stromkunden werden 2022 von Ökostrom-Kosten befreit

Die heimischen Stromkunden ersparen sich im neuen Jahr die gesamten Kosten für Ökostrom, nicht nur wie bisher angenommen zwei Drittel davon. Damit wird ein Durchschnittshaushalt gegenüber heuer um rund 110 Euro im Jahr entlastet. Es entfällt nicht nur wie schon bekannt der Erneuerbaren Förderbeitrag von im Schnitt 67 Euro, sondern auch die Zählpunkt-Förderpauschale von 42 Euro, sieht ein Initiativantrag von ÖVP, SPÖ und Grünen vor. Insgesamt kommt es damit zu einem temporären Teuerungsausgleich von 870 Mio. Euro, wobei 350 Mio. Euro auf die Ökostrom-Pauschale entfallen und 520 Mio. Euro auf den Ökostrom-Förderbeitrag. Vom Kostenentfall profitieren auch Unternehmen, sie sparen im Schnitt 100.000 Euro im Jahr. Seitens der Industrie wird die Aussetzung der Ökostrompauschale, „mit der auch die heimische Politik endlich auf die alarmierende Energiekosten-Entwicklung der vergangenen Monate reagiert“, ausdrücklich begrüßt, so IV-Präsident Georg Knill. Damit werde die dringende Notwendigkeit für den Standort erkannt und in einem ersten Schritt adressiert. (18.12. Alle TZ) 

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER

Corona-Hilfen: Über 1.100 Unternehmen mussten Anträge bisher korrigieren

Mehr als 1.100 Unternehmen in Österreich haben bisher fälschlicherweise erhaltene Wirtschaftshilfen zurückgezahlt. Insgesamt wurden bisher 14,8 Mio. Euro refundiert. Im Schnitt betrug eine Förderkorrektur 13.000 Euro. Die Möglichkeit für Korrekturen eines Antrags auf COVID-19-Förderungen auf der Webseite der Corona-Finanzierungsagentur Cofag besteht seit 1. August. Das am meisten betroffene Förderinstrument für Korrekturmeldungen ist der Umsatzersatz mit einem Volumen in Höhe von 7,3 Mio. Euro, gefolgt vom Ausfallsbonus mit 3,9 Mio. Euro und den Fixkostenzuschüssen mit knapp drei Mio. Euro, meldete das Finanzministerium. Rund 60 Prozent der Korrekturmeldungen betreffen die Höhe des Zuschusses, 40 Prozent werden wegen fehlender Antragsberechtigung zurückgemeldet. (20.12. Alle TZ)

Österreich verschärft Einreiseregeln

Österreich verschärft seine Einreisebestimmungen zur Eindämmung der Omikron-Variante für alle Personen. Die neue Verordnung tritt bereits am heutigen Montag, dem 20. Dezember, in Kraft, wie das Gesundheitsministerium bekanntgab. Nach Österreich dürfen künftig nur noch Personen, die über einen gültigen 2G-Nachweis verfügen. Sie müssen also geimpft oder genesen sein. Ansonsten müssen die Reisenden sofort in Quarantäne. Die Selbstisolation kann nur durch einen aktuellen PCR-Test oder den Nachweis einer Auffrischungsimpfung vermieden werden. Ausgenommen sind Schwangere und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. Sonderregeln gibt es außerdem für Kinder. (18.12. Alle TZ)

Lockdown-Ausnahmen für Ungeimpfte an den Weihnachtsfeiertagen

Über die Weihnachtsfeiertage und zu Silvester fällt der Lockdown auch für Ungeimpfte. Erlaubt sind Treffen bis maximal zehn Personen ohne 2G-Nachweis. Darüber bis zu einem Maximum von 25 Personen gilt dann wieder 2G, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein und Familienministerin Susanne Raab erklärten. Zu Silvester wird zudem die COVID-Sperrstunde in der Gastronomie aufgehoben. Man habe sich mit dem allgemeinen Lockdown einen gewissen Spielraum erarbeitet, betonte Mückstein. Daher könne es über die Feiertage gewisse Lockerungen geben. Dennoch müsse man insbesondere wegen der im Vormarsch befindlichen Omikron-Variante „weiter Vorsicht walten lassen“. (18.12. Alle TZ)

Inflation kletterte im November auf 4,3 Prozent

Die Inflation hat sich im November deutlich beschleunigt: Die Verbraucherpreise lagen laut Statistik Austria um 4,3 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vormonat Oktober stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,7 Prozent. Damit erhöhen sich die Preise derzeit so stark wie zuletzt im Mai 1992. „Weiter steigende Treibstoff- und Energiepreise haben die Teuerung im November 2021 auf den höchsten Wert seit fast 30 Jahren getrieben“, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Die Inflation ist damit mehr als doppelt so hoch wie der Zielwert der Europäischen Zentralbank. Die harmonisierte Inflationsrate (HVPI) betrug im November 4,1 Prozent. (18.12. Alle TZ)

Inflation im Euroraum auf Rekordhoch gestiegen

Kräftig gestiegene Energiepreise haben im November die Inflation in der Eurozone auf den höchsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1997 getrieben. Binnen Jahresfrist stiegen die Lebenshaltungskosten um 4,9 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte. Stärkster Preistreiber im November war Energie mit einem Anstieg von 27,5 Prozent. Ohne Energie und unverarbeitete Lebensmittel läge die Teuerung nur bei 2,6 Prozent. (18.12. Alle TZ)

Pkw-Neuzulassungen in Europa weiter rückläufig

Der Neuwagenabsatz in Europa ist im November den fünften Monat in Folge zurückgegangen. Die Zahl der Neuzulassungen verringerte sich in der EU im Jahresabstand um 20,5 Prozent auf 713.346 Pkw, wie der europäische Herstellerverband ACEA mitteilte. Von Jänner bis November lag das Volumen mit 8,9 Millionen Fahrzeugen knapp unter dem Corona-bedingt schwachen Vorjahresniveau. In Österreich fiel das Minus mit 1,3 Prozent von Jänner bis November moderat aus. Allerdings verzeichnete Österreich im November ein beträchtliches Minus von 12,6 Prozent. (17.12. kurier.at)

IV-Mitglieder in den Medien

Immofinanz will bis 2040 klimaneutral sein

Das Wiener Immobilienunternehmen Immofinanz will ab 2040 klimaneutral arbeiten. Das bedeutet, dass die gesamte Wertschöpfungskette, also auch Errichtungs- und Sanierungsmaßnahmen, emissionsfrei sein sollen, informierte das Unternehmen. Bereits bis 2030 soll der Ausstoß sämtlicher Treibhausgase im Vergleich zu 2019 um 60 Prozent reduziert werden. Die Investitionskosten bezifferte Vorstand Dietmar Reindl mit „Hunderten Mio. Euro". Um die Klimaziele zu erreichen, will die Immofinanz AG jährlich mindestens fünf Prozent der Immobilien einer umfassenden Energieeffizienzsanierung unterziehen. Zudem soll die Eigenproduktion von erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden, indem Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Fachmarktzentren errichtet werden. Die Mieter will man in Richtung Netto-Null-Emissionen unterstützen. Dazu sollen alle Treibhausgase umfassend reduziert werden und lediglich technologisch unvermeidbare Restemissionen über Ausgleichsmaßnahmen neutralisiert werden. (18.12. Standard S. 22, WZ S. 10)

Energie AG investiert nach gutem Jahr 2020/21 weiter kräftig

Die Energie AG OÖ (EAG) hat das Geschäftsjahr 2020/21 (per 30. September) mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Der Umsatz wurde um 16,4 Prozent auf 2,15 Mrd. Euro verbessert. Der operative Gewinn (EBIT) wuchs um 27,6 Prozent auf 188,4 Mio. Euro. Investiert wurden 215 Mio. Euro, um 9,1 Prozent mehr als im Jahr davor. Nach einem Corona-bedingt schwierigen ersten Halbjahr lief es im zweiten Halbjahr gut, berichtete CEO Werner Steinecker. Der allgemeine wirtschaftliche Aufschwung, steigende Strom- und Gaspreise aber auch Einmaleffekte, etwa bei der Fernwärme in Wels, hätten dazu beigetragen. Die Transformation des Energiesystems wird für die EAG für das nächste Jahrzehnt jedenfalls die größte Herausforderung, so Finanzvorstand Andreas Kolar. Die Energie AG hat Projekte für 600 Gigawatt (GW) Strom in Vorbereitung. Auch in den Ausbau der Glasfaserversorgung will man investieren. Dazu soll die Fusion der Glasfaseraktivitäten der EAG mit der landeseigenen FiberService OÖ zur Breitband OÖ GmbH dienen. (18.12. Krone/OÖ S. 32, OÖN S. 13, Volksblatt S. 25)

Herlitschka: Chipmangel-Problem hat mehrere Ursachen 

Beim aktuellen Chipmangel sei Corona ein wichtiger Faktor, aber das Problem habe mehrere Ursachen, wie Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG, erklärt. Die rasche konjunkturelle Erholung, hoher struktureller Halbleiterbedarf, begrenzte Kapazitäten und unvorhersehbare Unterbrechungen in den Fertigungen etwa durch Unwetter – diese Faktoren führten in Summe zu dieser beispiellosen Chipknappheit. Ab Mitte 2020 habe auch in der Autobranche die Elektrifizierung schneller Fahrt aufgenommen und damit auch der Bedarf nach bestimmten Chips. „Mit Ausbruch der Pandemie, Homeoffice und Homeschooling stieg die Nachfrage nach Computern, Laptops und Serverfarmen. All das hat sich überlagert, auch mit Geschäftsprinzipien wie der Just-in-time-Lieferung, besonders im Autobereich“, erklärt Herlitschka. Auch bei Infineon seien die weltweit angespannten Lieferketten zu spüren, etwa bei benötigten Materialien in der Produktion. „Bisher konnten wir die Situation gut bewältigen. Angesichts der hohen Halbleiternachfrage und der damit verbundenen Chipknappheit wurde erneut der strategische Wert unserer Eigenfertigung deutlich.“ (18.12. SN S. 15)

List-Chef sieht E-Antrieb künftig als stärkstes Mobilitäts-Geschäft

Für Helmut List, geschäftsführender Gesellschafter der AVL List GmbH, ist der E-Antrieb ein guter Weg, vor allem im Pkw-Bereich. Aber: „Das heißt nicht, dass er der einzige Weg ist.“ Für schwere Pkw wird aus seiner Sicht die Brennstoffzelle eine Option sein. Künftig höchsten Anteil sieht List eindeutig im E-Antrieb, denn auf diesem Gebiet mache sein Unternehmen sehr viele Dinge. „Wir sind vor längerer Zeit auch schon in die Batterien und nun auch in die Batteriezellen eingestiegen, mit großem Erfolg. Wir entwickeln und testen diese Systeme und können alles, was wir in der Theorie wissen, simulieren und messen – oft besser als andere.“ Ein wichtiger Punkt ist laut List auch die Möglichkeit des schnellen Ladens. „Heute können 25 Kilometer in einer Minute geladen werden. Das wird aber weitergehen.“ Die AVL hat kürzlich ein starkes Signal mit synthetischen Kraftstoffen gesetzt. List: „Wenn es gelingt, diesen Traum zu realisieren, ist das ein Weg für die bestehende Flotte bei Nutzfahrzeugen, aber auch für Flugzeuge und Schiffe, denn sie brauchen eine hohe Energiedichte und sichere strategische Lagerfähigkeit. Das wird kommen, denn es geht gar nicht anders.“ (18.12. Kleine S. 28-30)

Wienerberger-Chef: Kommunikation ist wichtigstes Krisen-Instrument

Das wichtigste in Krisenzeiten sei Kommunikation, sagt Wienerberger-CEO Heimo Scheuch. Und genau hier hapere es im Corona-Management. Die Entscheidungsträger müssten aufhören, Öl ins Feuer zu gießen und stattdessen aufeinander zugehen. „Es geht schon weit genug mit den Lockdowns und all den Regeln. Auch die Medien müssten das mehr hinterfragen“, so Scheuch.“ Letztlich gehe es darum, der Gesellschaft die Angst und Verunsicherung zu nehmen. Was die Inflation angeht, geht er davon aus, dass diese weiter steigen werde. „Wir sind da erst am Beginn eines Prozesses.“ Angesprochen auf sein Unternehmen, kann der Wienerberger-Chef heuer auf eine Rekordbilanz verweisen: „Es ist das beste Jahr der Unternehmensgeschichte, es gab uns einen gewaltigen Schub bei Umsatz und Ergebnis. Wienerberger ist heute ein führender Systemanbieter geworden, wir kommen knapp an die vier Mrd. Euro Umsatz. Über 30 Prozent sind innovative Produkte, nicht älter als fünf Jahre. Wir sind wie ein großes Start-up.“ (20.12. Kleine S. 20-21; 18.12. Kurier S. 13)

Schlumberger: Sekt wird teurer, Nachfrage wächst 

Die Maßnahmen wegen der Corona-Pandemie treffen das Sekthaus Schlumberger erneut in der wichtigsten Zeit des Jahres. Von Oktober bis Dezember machen Sekthersteller die Hälfte bis zwei Drittel ihres Jahresumsatzes. Dank der Erschließung neuer Exportmärkte und einem Mehrverkauf im Handel übersteht Schlumberger die Krise ohne größere Blessuren. Enorme Preissteigerungen bei Gas, Strom, Europaletten, Etiketten, Sektgrundwein, Reinalkohol, Zucker usw. könne man aber nicht mehr schlucken, weshalb ab April 2022 Preiserhöhungen anstehen würden. „Wenn man sich diese Vielfalt von historisch noch nie da gewesenen Preiserhöhungen anschaut, ist klar, dass man das nicht abfedern kann", sagte Schlumberger-Chef Benedikt Zacherl. Erst im vergangenen Jahr wurde die Sektsteuer abgeschafft. Das hat das Sprudelgetränk für Konsumenten vergünstigt. (18.12. Alle TZ)

Lenzing Plastics auf Wachstums- und Expansionskurs

Lenzing Plastics, die einstige Kunststoff-Sparte der Lenzing AG, wächst und expandiert kräftig. Offiziell geht im kommenden Jahr das vierte Werk in Betrieb, das Lenzing Plastics in Seewalchen errichtet hat. Auf 30.000 Quadratmetern einstiger Industriebrache ohne zusätzliche Versiegelung seien die neuen Maschinen schon voll im Einsatz und gut ausgelastet, sagen die beiden Geschäftsführer Martin Schädle und Jürgen Miethlinger. 25 Mio. Euro wurden in Seewalchen investiert. Lenzing Plastics hat sich in einer Reihe von Nischen einen Namen gemacht. So werden technologisch ausgetüftelte Folien für den Wohnungs- und Gewerbebau produziert, die die Gebäude einerseits abdichten, andererseits aber auch „atmen“ lassen. Derzeit arbeitet das Unternehmen an der Verpackung der Zukunft mit einem hohen Recyclinganteil und testet eine Reihe unterschiedlicher Biokunststoffe. Die Folien, die etwa für die Nahrungsmittelindustrie entwickelt wurden, seien flexibel und gleichzeitig so fest wie Stahl. Die Nachfrage sei derzeit enorm, sagen die beiden Geschäftsführer. (20.12. OÖN S. 13)

Zauner Anlagentechnik mit neuer Geschäftsausrichtung erfolgreich 

Bei der Zauner Anlagentechnik GmbH übernehmen Andreas Beck und Roman Zauner die operative Führung. Manfred Zauner und der langjährige Manager Franz Maurer bleiben noch „als Ratgeber“ in der Holding. Beck und Roman Zauner sind seit mehreren Jahren im Betrieb tätig und haben die Änderung der Geschäftsausrichtung bereits mitgestaltet. Mittlerweile hat der Anlagenbauer für einen der großen Suchmaschinenanbieter in Finnland ein Datencenter mit Rohrleitungen ausgestattet. Die Auftragsvolumen sind dabei sogar größer als bei Müllverbrennungen – früher eine der wichtigsten Kundenbranchen bei der Zaunergroup. Ein erfolgreich erfüllter Auftrag für das Schweizer Chemie- und Pharmaunternehmen Lonza hat Zauner Anlagentechnik nun zum größten Auftrag in der Geschichte verholfen: Ende 2020 wurden die ersten drei Produktionslinien für den Corona-Impfstoff Moderna in der Schweiz aufgebaut. Jetzt wurde von Lonza ein weiterer Auftrag im hohen zweistelligen Millionenvolumen gewonnen. Auch von einer anderen Pharmafirma, die COVID-Impfstoffe herstellt, hat man einen Auftrag erhalten. Mit einer Auslastung bis Mitte 2023 sei man derzeit „sehr, sehr gut“ beschäftigt, berichtet Beck. Die gute Lage zeigt sich in der Betriebsleistung, die von 152 Mio. Euro per März 2021 im laufenden Geschäftsjahr auf 225 Mio. Euro steigen soll. (20.12. OÖN S. 14)

Mayr-Melnhof übernimmt schwedische Sägewerksgruppe 

Kurz vor Jahresende konnte Richard Stralz, Vorstandsvorsitzender der Mayr-Melnhof Holz Holding AG (MM), einen großen Zukauf vermelden: Das steirische Unternehmen mit Stammsitz in Leoben konnte die schwedische Sägewerksgruppe Bergkvist Siljan erwerben und steigert durch deren drei Werke die Produktion mit einem Schlag um 50 Prozent auf fünf Millionen Festmeter im Jahr. Der Umsatz von MM wird dadurch 2022, wenn die Transaktion genehmigt ist, erstmals auf über eine Mrd. Euro klettern. (18.12. Krone/WiMa)

Erste Bank Hungary übernimmt ungarische Commerzbank-Tochter

Die Erste Bank Hungary baut ihr Firmenkundengeschäft mittels Zukäufen aus und übernimmt 100 Prozent der ungarischen Tochter der Commerzbank inklusive des Kundenportfolios sowie des Hauptgebäudes in Budapest. Die Übernahme soll in der zweiten Jahreshälfte 2022 abgeschlossen werden. Bisher war die Erste im Firmenkundengeschäft in Ungarn vor allem im KMU-Bereich tätig. Mit der Übernahme der Commerzbank-Tochter verbreitere sich nun die Kundenbasis, da jene vor allem im Großkundengeschäft engagiert sei. „Nach dem Kauf des ungarischen Online-Brokers Random Capital im Sommer ist diese Akquisition ein weiterer Schritt unserer gezielten Wachstumsstrategie in Zentral- und Osteuropa", sagte Bernd Spalt, CEO der Erste Group. (18.12. Kurier S. 13, Krone/WiMa, Standard S. 21)

AUA bekommt eine Chefin

Annette Mann übernimmt im März den Chefsessel der AUA. Der seit dreieinhalb Jahren amtierende AUA-CEO Alexis von Hoensbroech übernimmt im ersten Quartal 2022 die Leitung einer nordamerikanischen Fluglinie. Mann ist derzeit für die Corporate Responsibility Agenden in der Lufthansa-Gruppe zuständig. Bis März werden die Agenden von Alexis von Hoensbroech zwischen den Vorstandsmitgliedern Michael Trestl und Francesco Sciortino aufgeteilt. Aus formalen Gründen ist Mann vorerst als CEO-Nachfolgerin „nominiert“, da der AUA-Aufsichtsrat dem Vorschlag der Muttergesellschaft Lufthansa erst zustimmen muss. Mann hat seit 18 Jahren in der Lufthansa-Group Managementerfahrung gesammelt. Zuletzt war sie für das Nachhaltigkeitsprogramm der ganzen Gruppe zuständig. (18.12. Alle TZ)

Antigen-Tests aus China: Quehenberger Logistics organisierte Cargo-Flieger 

Eine Boeing 767 mit 36 Tonnen Fracht an Bord landete vergangenen Donnerstag am Salzburger Flughafen. Eine seltene Aktion, zumal die Boeing 767 eigentlich ein Langstreckenflugzeug ist – das aber komplett umgerüstet wurde für diese Fracht. Die Maschine kam aus China mit einer Zwischenlandung in Usbekistan. An Bord: Mehr als eine Million Corona-Antigentests bzw. andere Medizinprodukte, die nun in Österreich verteilt werden. Quehenberger Logistics hat den Transport für einen Kunden arrangiert. Gerhard Haslauer, Direktor Air Freight bei Quehenberger, schildert, dass der Flieger sehr rasch ausgeladen worden sei. Rund zweieinhalb Stunden später war die Maschine wieder weg. Am Samstag folgt eine erneute Landung mit Tonnen an Fracht an Bord. (17.12. SN L24)

Hypo Vorarlberg hilft mit Spendenfonds

Seit der Gründung des Spendenfonds vor über sechs Jahren teilt die Hypo Vorarlberg Bank AG unter dem Namen „Hypo für Vorarlberg – Helfen. Fördern. Bewegen.“ ihren wirtschaftlichen Erfolg mit den Menschen in ihren Marktgebieten. Die Kriterien, nach denen Spenden vergeben werden, sind ebenso vielfältig wie die Anfragen. Oft rufen Bedürftigkeit, schwere Schicksalsschläge oder eine finanzielle Not helfende Menschen auf den Plan. Aber auch wenn ein besonderes Talent oder ein außerordentliches Engagement für die Region Unterstützung braucht, hilft die Hypo Vorarlberg mit ihrem Spendenfonds. So wurden seit der Gründung über 430 Anträge eingereicht und knapp 1.450.000 Euro an Spenden konnten ausbezahlt werden. (20.12. VN D2)