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27.07.2021

Pressezusammenfassung, 27.07.21
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Allgemein

Strengere Kontrollen in der Gastronomie

OECD-Beschäftigungsquote legte im Auftaktquartal 2021 zu

Blümel gegen EU-Vorschlag für Bargeldobergrenze

Fossile Energieträger decken den mit der Konjunktur anspringenden Bedarf

EU-Corona-Hilfen: Bisher nationale Pläne von 16 Ländern genehmigt

EU-Urheberschutz: Verfahren gegen Österreich eröffnet

Deutsche Industrie gab 2019 über 41 Mrd. Euro für Umweltschutz aus

Ifo-Geschäftsklimaindex trübte sich ein

IV-Mitglieder in den Medien

S. Spitz stellt sich neu auf und erweitert Produktion in Attnang-Puchheim

Lenzing investiert in Abwasseranlage im britischen Grimsby

ÖBB wollen bis zu 540 Elektrotriebzüge kaufen

Allgemein

Strengere Kontrollen in der Gastronomie

Das Gesundheitsministerium hat eine Anweisung an die Behörden erlassen, die Kontrollen der 3- bzw. 2-G-Regel zu verstärken. Vor allem in der Gastronomie soll es Schwerpunktaktionen geben. Bei den Kontrollen soll es hauptsächlich um die Betreiber der Lokale gehen, wie ernst diese die Einhaltung der Regeln nehmen. Innenminister Karl Nehammer vergleicht es mit den Kontrollen in Skigebieten im Winter. Die Polizei soll die Gesundheitsbehörden bei den Kontrollen unterstützen. (Alle TZ)

OECD-Beschäftigungsquote legte im Auftaktquartal 2021 zu

Die Beschäftigungsquote im OECD-Raum ist im ersten Quartal 2021 leicht auf 66,8 Prozent gestiegen, aber zwischen den einzelnen Ländern gibt es große Unterschiede. Mit der Beschäftigungsquote wird der Anteil der arbeitenden Bevölkerung erfasst. Im Vorquartal (Q4/2020) lag der Wert bei 66,7 Prozent. Im Euroraum betrug die Beschäftigungsquote im ersten Quartal 2021 66,9 Prozent. Die höchste Quote wurde in den Niederlanden mit 79,3 Prozent verzeichnet, auch in Österreich lag die Beschäftigung mit 71,6 Prozent deutlich über dem Schnitt. Italien und Frankreich fanden sich hingegen mit Beschäftigungsquoten von 57,1 und 66,4 Prozent unter dem Euro-Raum-Durchschnitt. (Kurier S. 10, Standard S. 16, WZ S. 8, TT S. 19)

Blümel gegen EU-Vorschlag für Bargeldobergrenze

Finanzminister Gernot Blümel hat sich beim gestrigen digitalen Ecofin gegen die Pläne der EU-Kommission für Bargeldobergrenzen im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung ausgesprochen: „Österreich unterstützt den Kampf gegen Geldwäsche und es braucht hier verstärkte Maßnahmen.“ Aber, so Blümel: „Andere Regulierungen sind zielführender als willkürliche Obergrenzen bei Bargeldzahlungen. Wir wollen keine schleichende Abschaffung des Bargelds und diese Skepsis haben wir auch wieder artikuliert.“ (Alle TZ)

Fossile Energieträger decken den mit der Konjunktur anspringenden Bedarf

Entgegen aller politischer Absichtserklärungen zeigt sich derzeit, wie stark die Welt auf absehbare Zeit von fossilen Energieträgern abhängig ist. Während die Kapazitäten für erneuerbare Energie erst noch gebaut werden müssen, decken die Fossilen den mit der Konjunktur angesprungenen Bedarf. So ist einer der Gründe für den derzeit hohen Preis von Kohle der ebenfalls hohe Gaspreis, erklärt Johannes Mayer, Leiter der Abteilung Volkswirtschaft bei der österreichischen Regulierungsbehörde E-Control. Denn die beiden Ressourcen können einander teilweise ersetzen. Nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur (IEA) müssten die Investitionen in erneuerbare Energien bis 2030 weltweit verdreifacht werden, um die Klimaziele bis 2050 zu erreichen. (Kurier S. 10)

EU-Corona-Hilfen: Bisher nationale Pläne von 16 Ländern genehmigt

Die Europäische Union hat grünes Licht für Corona-Hilfen für Kroatien, Litauen, Zypern und Slowenien gegeben. Mit der Entscheidung der EU-Finanzminister vom Montag erhöht sich die Zahl der Länder, deren Anträge auf Aufbauhilfen bewilligt wurden, auf insgesamt 16, darunter auch Österreich. In den nationalen Aufbauplänen müssen die Staaten detailliert darlegen, wofür sie die Hilfen verwenden wollen. Die EU will mit insgesamt 800 Mrd. Euro die wirtschaftliche Erholung vorantreiben. Die Mittel sollen in Form von Zuschüssen und günstigen Krediten bereitgestellt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Klimaschutz und Digitalisierung. (Krone S. 11)

EU-Urheberschutz: Verfahren gegen Österreich eröffnet

Die EU-Kommission hat ein Vertragsverletzungs-Verfahren gegen 23 EU-Länder, darunter Österreich, eingeleitet. Die Länder haben eine Richtlinie zu Urheberrechten nicht schnell genug oder wohl unzureichend in nationalem Recht verankert. Am Ende der Verfahren können Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof stehen. Die EU hatte die Richtlinie 2019 verabschiedet, sie musste eigentlich bis zum 7. Juni in nationales Recht umgesetzt werden. Umfasst sind Regeln rund um das Verhältnis zwischen Urhebern, Nutzern und Internetplattformen. (OÖN S. 2)

Deutsche Industrie gab 2019 über 41 Mrd. Euro für Umweltschutz aus

In Deutschland haben die Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) im Jahr 2019 für den Umweltschutz 41,3 Mrd. Euro aufgewendet, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das Geld floss beispielsweise in die Umsetzung von Umweltstandards, aber auch in Gebühren – etwa für Entsorgungsleistungen. „Überwiegend handelt es sich um Folgekosten aus Investitionen in Anlagen und Maßnahmen, die Emissionen beseitigen, reduzieren oder vermeiden“, hieß es. (TT S. 11)

Ifo-Geschäftsklimaindex trübte sich ein

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen hat sich im Juli überraschend eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank von 101,7 Zählern im Juni auf 100,8 Punkte, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag zu seiner Manager-Umfrage mitteilte. „Lieferengpässe bei Vorprodukten und Sorgen um wieder steigende Infektionszahlen belasten die deutsche Wirtschaft“, so Ifo-Präsident Clemens Fuest. Ausschlaggebend für den Rückgang ist die Einschätzung der künftigen Geschäfte. Hier ging der entsprechende Indexwert zurück, während die Bewertung der aktuellen Lage erneut besser war. (Presse S. 13, Standard S. 19, TT S. 18)

IV-Mitglieder in den Medien

S. Spitz stellt sich neu auf und erweitert Produktion in Attnang-Puchheim

Der Getränke- und Lebensmittelhersteller S. Spitz aus Attnang-Puchheim möchte seine Getränke-Division mit mehr als 20 neuen Mitarbeitern aufstocken. Konkret sucht das Unternehmen Maschinenbautechniker, Anlagenfahrer, Schichtführer und Produktionsmitarbeiter für die Herstellung und Abfüllung von Getränken. „Das vergangene Jahr hat einmal mehr gezeigt, dass die Lebensmittelindustrie krisensicher ist“, sagt Geschäftsführer Walter Scherb. So konnte sich die S. Spitz GmbH zuletzt neue Aufträge sichern. Diese umfassen ein zusätzliches Dosenvolumen im dreistelligen Millionen-Stück-Bereich. Überhaupt ist Scherb zuversichtlich, „dass wir das laufende Jahr mit einem guten Wachstum abschließen werden können“. Dazu beitragen soll die neue Firmenstruktur, die aufgebaut wird. Mit April wurde Marketing und Vertrieb in eine hundertprozentige Spitz-Tochter namens „Alpine Brands“ ausgegliedert. Die Idee dahinter sei, Spielraum für innovative Konzepte zu schaffen, so Scherb. Als Beispiel nennt er das Mineralwasser aus der Dose von Gasteiner, das in einer Mischung mit frisch gepresstem Saft angeboten wird. Mit der Innovation sei man in Handel und Tankstellen in Österreich flächendeckend gelistet. Die Mutterfirma Spitz steuert Entwicklung und Produktion bei. (Krone S. 7, OÖN S. 11, Volksblatt S. 16)

Lenzing investiert in Abwasseranlage im britischen Grimsby

Die Lenzing Gruppe, weltweit führender Anbieter von holzbasierten Spezialfasern für die Textil- und Vliesstoffindustrie, investiert an seinem Produktionsstandort Grimsby in Großbritannien 20 Mio. Pfund (23,3 Mio. Euro) in eine neue Abwasseraufbereitungs-Anlage. Mit diesem größten Investment seit Inbetriebnahme des dortigen Lyocell-Standorts setze man eine geplante Maßnahme zur Senkung der gruppenweiten Abwasseremissionen um 20 Prozent bis 2022 um und ermögliche die volle Auslastung der Produktionskapazitäten in Grimsby, erklärte das Unternehmen. „Lenzing hat sich für die wichtigsten Herausforderungen in jedem ihrer strategischen Kernbereiche konkrete Nachhaltigkeitsziele gesetzt und wir verfolgen diese sehr diszipliniert. Lenzing dokumentiert damit auch eindrucksvoll, dass wirtschaftliche Performance und unternehmerische Verantwortung keine Gegensätze sind, sondern vielmehr Synergien ermöglichen“, betonte Vorstandsvorsitzender Stefan Doboczky. (OÖN S. 11, Volksblatt S. 19)

ÖBB wollen bis zu 540 Elektrotriebzüge kaufen

Die ÖBB investieren massiv in neue Züge. Im EU-Amtsblatt wurde ein Großauftrag für bis zu 540 Elektro-Triebzüge ausgeschrieben, wird bei den Bundesbahnen bestätigt. Gekauft werden bis zu 270 Elektro-Triebzüge mit 75 Metern Länge und 270 mit 100 Metern Länge. Es handelt sich dabei um einen Rahmenvertrag. Anbieter müssen demnach nachweisen, dass 100 ihrer Züge in Europa seit zwei Jahren in Serie im Einsatz sind. (Alle TZ)